Discounter-Maschine Monsieur Cuisine Plus im Test: Muss es immer der Thermomix sein?

Discounter-Maschine Monsieur Cuisine Plus im Test: Muss es immer der Thermomix sein?

Bei den Discountern wird es immer beliebter, regelmäßig günstige Küchenmaschinen anzubieten. Der Monsieur Cuisine Plus etwa scheint ein echtes Multitalent zu sein. Die Küchemaschine, die man exklusiv bei Lidl erwerben kann, soll eine günstige Alternative zum berühmten Thermomix sein. Kann man für knapp 1.000 Euro weniger bei den Anschaffungskosten ein gutes Produkt erwarten? Wir haben das getestet.

Monsieur Cuisine Plus: Unterschiede zum Basismodell

Den Monsieur Cuisine gibt es in zwei Varianten, einmal als normales Basis-Modell und einmal in einer „Plus“-Ausführung. Die Kosten unterscheiden sich nur minimal. Das neue Modell gibt es für nur 20 Euro mehr und kostet 199 Euro. Trotz des geringen Aufpreises erhält man ein deutliches Mehr an Funktionen:

  • Eine Teigknet-Funktion, um auch einen schweren Hefeteig kneten zu können
  • Eine Anbrat-Funktion, um Gerichte wie in einer Pfanne oder einem Topf anbraten oder kochen zu können
  • Und einen Linkslauf, um etwas umzurühren, ohne dass die Maschine alles zerkleinert. Dadurch entsteht ein ordentliches Gericht und kein dünnflüssiger Brei.
  • Zudem gibt es eine eingebaute Waage über dem Display und ein größeres Fassungsvermögen von 2,2 Litern (beim Basismodell sind es 2 Liter).

Den Aufpreis sollte man also in Kauf nehmen. Tipp: Im stationären Einzelhandel gibt es teils nur das Basis-Modell. Also hier vor dem Kauf einfach mal online checken, ob es das Plus-Modell auch gerade gibt.

Die Maschine kommt zudem mit einigem an Zubehör: Ein Mixbehälter, ein Messereinsatz sowie ein Kocheinsatz (z.B. um Kartoffeln zu kochen), ein Rühraufsatz (z.B. um einen Biskuitteig zu rühren), einen Spatel, einen flachen und einen tiefen Dampfgareinsatz mit Deckel sowie ein Koch- und Backbuch mit einigen Basisrezepten. Die braucht man auch am Anfang, weil es relativ schwer ist, die einzelnen Eingaben (Zeit, Temperatur, Dauer, etc.) intuitiv richtig abzuschätzen.

Hochwertiges Design und einfach Bedienung

Das Design überzeugt vor allem durch die einfache, kantige Gestaltung und die Kombination aus den Farben weiß und silber. Unter dem blau beleuchteten Display befinden sich mehrere flache Knöpfe und Drehregler. An den drei Drehreglern können die Zeit, die Temperatur und die Geschwindigkeit eingestellt werden. Die flachen Knöpfe regeln die unterschiedlichen Funktionen.

Auf Knopfdruck erhält man bei den unterschiedlichen Funktionen eine Vorgabe der Zeit, Temperatur und Geschwindigkeit. Gerade zu Beginn ist dies eine Erleichterung, da man sich erstmal an das Gerät herantasten muss. Eine gewisse Vorgabe ist deshalb wirklich hilfreich. Natürlich kann man die Vorgaben je nach Geschmack individuell verändern. Nach einigen Versuchen hat man den Dreh aber raus und kann auch nach Gefühl die Einstellungen verändern.

Nach dem Kochen ist vor dem Kochen

Die Reinigung des Monsieur Cuisine Plus gestaltet sich einfach. Alles, bis auf das Grundgerät selbst (logischerweise), kann in die Spülmaschine. Der Mixbehälter kann vom Messer gelöst und wunderbar gereinigt werden – man muss also nicht mit dem Spüllappen im Mixbehälter umständlich um die Messer wischen.

Somit lassen sich alles Teile nach der alltäglichen Benutzung auch unter fließendem Wasser schnell wieder einsatzbereit machen. Ganz im Gegenteil zum Beispiel zur Prep’N’Cook von Krups. Die mehrteiligen Deckel und ein komplizierter Aufbau der Maschine erschweren die Reinigung sehr und machen diese zur „Strafarbeit“.

Thermomix vs. Discounter-Maschine

Doch wo unterscheiden sich die Monsieur-Cuisine-Maschinen vom teuren Thermomix? Beide Modelle haben ein identisches Fassungsvermögen und auch die Funktionen des Teigknetens, Anbratens, Dampfgarens und Linkslaufs sind beiden nicht unbekannt. Außerdem besitzen die Kontrahenten je eine eingebaute Waage, die die alltägliche Arbeit mit den Geräten deutlich erleichtert.

Ein Unterschied ist zum Beispiel in der Mixkraft zu finden: Der Thermomix kann aus normalem Zucker Puderzucker machen, dafür reicht es beim Monsieur Cuisine nicht. Außerdem ist das ganze Spiel mit den Rezepten, Voreinstellungen und Co. beim Thermomix einfach ausgereifter und technisch hochwertiger. Der größte Unterschied ist aber der Preis – mit fast 1.000 Euro mehr hat der Thermomix seinen stolzen Preis, wovon ein großer Teil wohl für die Marke Vorwerk draufgeht.

Fazit: Günstige Alternative zum Thermomix

Der Monsieur Cuisine Plus überzeugt in jeglicher Hinsicht. Die Funktionen können für den Normalnutzer absolut mit dem Thermomix mithalten. Der Preis ist dabei unschlagbar. Wenn alles im Topf oder den Dampfeinsätzen ist, muss nur noch die Zeit eingestellt und gewartet werden. In der Zwischenzeit können andere Dinge, wie der Haushalt parallel erledigt werden.

Im Kochbuch und der Rezeptwelt im Internet finden sich schon einige Rezepte, wöchentlich werden neue eingestellt und man kann sich täglich inspirieren lassen. Wer also auf der Suche nach einer preiswerten Alternative zum Thermomix ist, sollte sich den Monsieur Cuisine anschauen.

Dieser Text ist zuerst erschienen bei BASIC thinking.

2 Kommentare

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