Gourmet-Produkte per Post: Marley Spoon im Test

Gourmet-Produkte per Post: Marley Spoon im Test

Es gibt Tage, da hat man einfach keine Lust auf Einkaufen. Ein nicht mehr ganz so kleines Koch-Unternehmen aus Berlin hat dafür eine Lösung: Marley Spoon liefert dir tolle Rezepte inklusive aller nötigen Zutaten direkt zu dir nach Hause. Wir haben das getestet.

Gegründet in 2014 ist Marley Spoon inzwischen neben Deutschland auch in Großbritannien, Niederlande, Amerika, Österreich sowie Australien tätig. Die inzwischen mehr als 100 Mitarbeiter stellen Gerichte für ihre Kunden zusammen, übernehmen den Einkauf der Lebensmittel und schicken das komplette Paket per Lieferdienst direkt bis an die Haustür.

Nach der Registrierung kann man wöchentlich aus bis zu sieben Gerichten auswählen, was man denn gerne essen würde. Die Auswahl ist dabei vielschichtig und reicht vom American Sandwich bis zu den orientalischen Hackbällchen. Einmal ausgewählt, kommen die bestellten Gerichte dann am Wunschtermin portofrei per DHL oder UPS, eingepackt in Schafswolle und Kühlpacks.

Essen kommt auf den Punkt zur Tür rein

Was Marley Spoon eigenen Angaben zufolge erreichen möchte, ist, den Menschen den Genuss und die Freude am Essen zurückzubringen. Der Appetit kommt auf jeden Fall mit Öffnen der Box und man hat gleich Lust, die Zutaten zuzubereiten. Mit den 6-Schritte-Anleitungen ist es für jeden – vom Anfänger bis zum Profi – möglich, etwas Leckeres daraus zu zaubern.

Marley Spoon Test 2
Das American Sandwich von Marley Spoon
Vom Ablauf her kann man nicht meckern, das Essen kam fast auf den Punkt genau zur Tür rein. Einzig die Kühlpads waren schon ziemlich fortgeschritten angetaut – ein längerer Stau hätte nicht mehr dazwischen kommen dürfen. Das kann aber auch nur am Einzelfall liegen – hier würde ich keine abschließende Bewertung abgeben wollen. Wer einen kleinen Kühlschrank hat, sollte sich mit den größteren Paketen übrigens zurückhalten – so eine Marley-Spoon-Box nimmt ganz schön Platz ein.

Marley Spoon: Günstiger geht immer

Preislich rechnet Marley Spoon im Unternehmensblog vor, wie man den Supermarkt „in den Schatten“ stelle. Problem dabei: Verglichen wird mit Rewe und Kaisers. Ich halte es durchaus für möglich, die 48 Euro für drei Mahlzeiten und zwei Personen bei Aldi oder Netto zu unterbieten. Insgesamt empfinde ich die Preise allerdings als human, wenn man mit diesen hochwertigen Produkten kochen möchte. Günstiger geht immer, dann wird es aber eben kein American Sandwich, sondern ein Toast mit Schinken. Es ist nicht so, als würde man bei Marley Spoon für 08/15 so viel Geld bezahlen.

Geschmacklich sind das Sandwich und auch die orientalischen Hackbällchen ein absoluter Genuss. Die neuen Ideen, die man mit dem Kochabo erhält, sind ihr Geld schon fast wert. Privat würde ich Marley Spoon trotzdem vermutlich nicht oder nur selten nutzen – schon gar nicht in einem Abo, weil ich auch deutlich günstiger sehr gut essen kann. Für die bequeme Urlaubswoche oder den nächsten Besuch der Schwiegereltern behalte ich meinen Account aber mal in der Hinterhand!

Der Text ist zuerst erschienen auf BASIC thinking.

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